Wirkung

InAct trägt durch sozialen Kontakt, Hilfestellung und Wissensvermittlung zu einer Kompetenzerweiterung von Migrant*innen bei, um ihnen eine selbstständige als auch gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben zu ermöglichen und sie somit bei einem positiv wirkenden Akkulturationsprozess zu unterstützen.

Migration ist eine besondere eigene Entwicklungsaufgabe (Identitätskonflikte, Unsicherheiten), die neben individuellen Dispositionen in Abhängigkeit von verschiedensten Einflussfaktoren (Motiv der Migration bzw. Flucht und deren spätere Bilanz, mögliche traumatische Erlebnisse, Alter, soziale Unterstützung, Sprach- und Kulturbarrieren, Diskriminierungserfahrungen, Bildungsstand etc.) mehr oder weniger erfolgreich bewältigt werden kann. Je nach Konstellationen und Ausprägungen geht mit ihr ein gesteigertes Risiko einher (u.a. psychische Erkrankungen, Segregation, Bildungsbenachteiligung, Kriminalität).

Eine starke soziale Unterstützung, das Gefühl der Annahme sowie Wissen, können in dieser Hinsicht starke protektive wie persönlichkeitsfördernde Faktoren sein. Hier setzt InAct an.

Durch die individuelle Begleitung können aufgekommene Fragen, Probleme und auch Ängste besser gelöst und gemeistert sowie Hemmschwellen (z.B. beim Aufsuchen von Angeboten) verringert werden. So lassen sich Erfolgsgefühle schaffen. Die Gewinnung an Informationen und Wissen unterstützt die eigene Orientierung und Selbstständigkeit, Fremdheitsgefühle können sich abbauen. Durch die Vermittlung an Integrationsangebote und weitergehende Beratung wird dieser Effekt noch verstärkt. Als übersichtliche gebündelte Informationsquelle soll auch die Informationsbroschüre als unterstützend wirken.

In der Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen und Klienten kommt es zu einem sozial-interkulturellen Austausch. Beide Seiten bringen jeweils andere eigene Lebenserfahrungen, Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen mit und sind sich so eine gegenseitige Bereicherung.

Bedeutend ist dabei vor allem der unterstützende persönliche Kontakt. Soziale Interaktion als auch die Erfahrung von Hilfsbereitschaft unterstützt das Gefühl des Selbstwertes und löst Ängste wie auch das Gefühl fremd und nicht willkommen zu sein.

Die Veranstaltungen unterstützen das Gefühl des Eingebunden seins und gebraucht Werdens, und bietet zudem Möglichkeiten zum vielseitigen sozialen und kulturellen Austausch.

Neben der Vermittlung und Koordination ist es eine weitere Hauptaufgabe des Projektes, ein immer größeres Netzwerk mit verschiedenen Akteuren auszubauen, einen Informationsfluss zu schaffen und regelmäßig den aktuellen Bedarf zu ermitteln.

Um die Ehrenamtlichen adäquat auf ihre Aufgabe vorzubereiten, gibt es regelmäßige Schulungen. Zur Reflexion während der ehrenamtlichen Tätigkeit bieten wir eine begleitende Supervision sowie regelmäßige Erfahrungsaustauschgruppen an. Solche Erfahrungsaustauschgruppen gibt es auch parallel auch für die beteiligten Migrant*innen.

Daneben werden im Rahmen des Projektes verschiedene Veranstaltungen organisiert, die die Aufmerksamkeit und Sensibilisierung für interkulturelle Verschiedenartigkeit und Gemeinsamkeiten steigern bzw. der Informationsvermittlung dienen.

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