Workshop: Umgang mit Alkohol-/ Drogengebrauch, Abhängigkeit bei Geflüchteten & Migrant*innen

Wann:
21. Mai 2019 um 11:00 – 14:00
2019-05-21T11:00:00+02:00
2019-05-21T14:00:00+02:00
Wo:
VIA-Seminarraum 4.OG,
Petersburger Str.92
10247 Berlin

Einladung für Ehrenamtliche in der Begleitung von Migrant*innen und Geflüchtete zum Roter-Faden-Workshop „Umgang mit Alkohol-/ Drogengebrauch & Abhängigkeit“ am 21.05.2019

Liebe Ehrenamtliche,

das Thema Drogengebrauch und Abhängigkeit sind vielerorts ein Tabu; nicht nur für Menschen denen das bundesweite Hilfesystem offen steht. Jenseits der staatlichen Illegalisierung gibt es eine Reihe von Themen, die in der Begleitung von Migrant*innen und Geflüchteten relevant sind:

Das eigene Verhältnis zum Alkohol- und Drogengebrauch aber auch mangelndes Wissen und das Fehlen von Hilfsangeboten bestimmen das Handeln nicht nur von Ehrenamtlichen. Die unterschiedliche kulturelle Bewertung des Drogengebrauchs stellt eine weitere Hürde im Umgang mit der Thematik dar.

Wenn noch andere Themenbereiche (z.B. Trauma, Bleiberecht, Verbleib der Familie, Lage in den Unterkünften) hinzukommen, fällt es schwer, die eigenen Grenzen zu erkennen und das Handeln adäquat auszurichten. Denn schon allein das Thema „Abhängigkeit“ stellt Betroffene, Angehörige, Unterstützer*innen und professionelle Helfer*innen immer wieder vor neue Herausforderungen. Der besonderen Belastung der Systeme gilt es nachzugehen:

Der dreistündige Workshop dient dem praxisorientierten Austausch und bietet im theoretischen Anteil (Drogen und ihre Wirkung, Hilfesystem und  -angebote, Abhängigkeit und sog. „Co-Abhängigkeit“ etc.) die Möglichkeit, eigene Fragen und Erfahrungen einzubringen.

Der geschützte Rahme und die hilfreiche Unterstützung anderer eröffnet die Chance, neue Wege zu gehen und verschiedene Handlungsoptionen zu gewinnen. Die Möglichkeit, vorhandene Hilfsangebote zu nutzen und sich selber Hilfe zu holen, kann zum entscheidenden Faktor werden, die Begleitung von Menschen mit einer Alkohol-oder Drogenproblematik fortzusetzen. Aber auch zu erkennen, wo die Grenzen des Begleitens, Mitfühlens und Handels sind.

Mitzubringen sind die Freude am konstruktiven Austausch und die Bereitschaft zur Selbstreflexion. Besonders die Beschäftigung mit dem Thema „Abhängigkeit“ fordert zur Offenheit heraus, denn nur so ist es erfahrungsgemäß möglich, die Tabuisierung zu durchbrechen. Die Auflösung des Schweigens und der Hilflosigkeit eröffnet für Betroffene und Unterstützende oftmals den Weg, sich Hilfe zu suchen und gewohnte Kreisläufe zu unterbrechen. Gerade für Menschen, die sich dabei ehrenamtlich engagieren, stellt der Austausch daher eine Entlastung dar, um auch weiterhin diese anspruchsvolle Tätigkeit gesundheitlich unbeschadet und mit Freude zu erledigen.

Workshopleitung: Jörg Ciomber, Klinischer Sozialarbeiter (M.A.), Supervisor, Suchttherapeut (VDR) und akzeptanzorientierter Drogenberater

Datum/ Zeit:Dienstag,21.05.2019 von 11:00 bis 14:00 Uhr

Ort:Petersburger Str. 92, 10247 Berlin, VIA-Seminarraum (4. OG)

Die Teilnahme ist kostenlos.

Eine Anmeldung ist erforderlich:  info(at)in-act.de

Für weitere Fragen und Anmerkungen könnt Ihr/ können Sie uns telefonisch kontaktieren:030 29007192/-94 oder 030 407 45 454

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